Zum Spiel:
Es handelt sich dabei um ein geselliges, aber dennoch recht anspruchsvolles Wurfspiel, bei dem versucht wird, je nach Disziplin aus einer gewissen Entfernung spezielle Wurfeisen in Form eines Hufeisens an bzw. um einen Metallstab zu platzieren. Bei den Eisen handelt es sich um spezielle Wurfgeräte, die mit denen von Pferden benutzten Hufeisen nur noch die Form gemeinsam haben. Diese Eisen wiegen pro Stück ca. 1.100 gr.
Historie:
Hufeisenwerfen ( amerik. Horseshoe - Pitching ) ist aus einem Wettbewerb amerikanischer Feldarbeiter hervorgegangen.
Die Erntefrüchte wie zum Beispiel Mais wurden bei der Ernte (damals natürlich noch von Hand) auf zum Teil ziemlich große Entfernungen in die Sammelkörbe geworfen. Mit der Zeit entwickelte sich aus dieser Tätigkeit eine Wettkampfform, die auch nach der Feldarbeit mit allen möglichen Wurfgegenständen fortgesetzt wurde.
Die Hufeisen der Pferde eigneten sich natürlich hervorragend zu diesen Disziplinen, da sie eine stabile Flugbahn und durch Ihre Form eine neue Möglichkeit des Trefferbildes ermöglichten.
Natürlich wurde damals nicht auf eigens eingerichtete Sandkästen mit Stahlstangen geworfen. Auch heute noch sind in den USA die Courts (Spielflächen), nicht wie bei uns eingerahmt. Es wird häufig auf lehmigen Untergrund geworfen, der die Eisen dort festhält, wo sie landen.
Nach Deutschland kam diese Sportart hauptsächlich durch die Country und Western Fans, die bei Ihren Urlaubsreisen in den westlichen Staaten der USA diese ursprüngliche und unterhaltsame Freizeitbeschäftigung kennen lernten.
Wie in jeder Sportart hat sich auch im Hufeisenwerfen eine Entwicklung vollzogen. In Bezug auf das Wurfgerät hat sich seit den Tagen des Wilden Westens einiges getan. Die Eisen gleichen den ehemaligen Vorbildern nur noch in der Form.
Größe, spezielle Haken an den Enden und griffige Auswölbungen, haben ein vollkommen neues, etwa 1.100gr. schweres Sportgerät entstehen lassen, mit dem man exakte Ergebnisse erzielen kann.
Die Regeln:
German Disziplin (Einzel)
Die Wurfentfernung beträgt 9m vom Abwurfbalken bis zu Mitte des Eisenstabes.
Es werden 6 Durchgänge a 6 Eisen geworfen.
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Punktewertung
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1 Punkt:
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Das Eisen liegt im Umkreis einer Richt-Eisenbreite an dem Stab. Gemessen wird durch anlegen des Richt-Eisens an den Stab, auf Höhe des „Haken“ an der Öffnung
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2 Punkte:
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Das Eisen „steht“ am Stab. Es muss Kontakt zum Stab bestehen. Es muss unter dem Kontaktpunkt am Stab noch eine freie Durchsicht bestehen. D.h. es kann nicht auf einen Sandhügel liegend als „Steher“ gewertet werden. Für den Schiedsrichter bedeutet dies im Zweifelsfall >Bücken<.
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3 Punkte:
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Das Eisen umringt den Stab. „RINGER“ Als „Ringer“ zählt jedes Eisen, dessen beide Spitzen beim senkrechten Anlegen des Richt-Eisens hinter dem Stab eine Berührung aufweisen.
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Weitere Regeln
- Die Eisen dürfen den Boden außerhalb der Balken nicht berühren. „Aufsetzer“, die anschließend ins Ziel hüpfen, werden sofort entfernt.
- Eisen, die eine Wertung erzielen, werden ebenfalls sofort entfernt.
- Eisen, die im Sandkasten, aber ohne Wertungsentfernung liegen, bleiben bis zum Ende
dieses Durchgangs liegen, da die Möglichkeit besteht, dass sie noch durch ein anderes Eisen in Stabnähe gestoßen werden.
Nähere Infos gibt es beim Dachverband Pro Country, dort können auch Original Hufeisensätze bestellt werden.
Hier klicken um das komplette Regelwerk zu sehen.
Hier klicken um eine Bauanleitung für einen Hufeisencourt zu sehen.
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